BioKultDiv

Vergleichsstudie im Globalen Süden

Ethiopian landscape 6

In einer vergleichenden Studie möchten wir herausfinden und vergleichen, inwiefern biokulturelle Vielfalt zu nachhaltiger Entwicklung in verschiedenen Agrarlandschaften in Globalen Süden beiträgt. In enger Zusammenarbeit mit Biodiversity International führen wir zu diesem Zwecke Interviews und Workshops mit lokalen Interessengruppen ausgewählter Regionen durch.

global south biocultural
Wir beabsichtigen, bis zu zehn Workshops in Lateinamerika, Afrika, Zentral- und Südostasien durchzuführen.

Three Horizons Methode

Im Rahmen dieser Workshops werden wir die innovative “Three Horizons”-Methode anwenden. Sie integriert verschiedene Schwerpunkte und Perspektiven (kurz-, mittel- und langfristig, pragmatisch und visionär) in die Planung der Zukunftsvision und ermöglicht eine gemeinsame Formulierung der Nachhaltigkeitsprobleme und die gemeinschaftliche Entwicklung von Lösungen. Die Workshops zielen darauf ab, den Dialog zwischen verschiedenen Interessengruppen zu erleichtern, eine umsetzbare Agenda für wünschenswerte künftige Veränderungen zu erstellen und als Grundlage für unsere vergleichende Studie über die Zusammenhänge zwischen biokultureller Vielfalt und gesellschaftlichem Wandel zur Nachhaltigkeit zu dienen.

Unsere Workshops werden von der Three-Horizons-Methode gelenkt, die einen strukturierten Dialog über die Zukunft eines sozial-ökologischen Systems ermöglicht. Der erste Horizont (H1) beschreibt die aktuellen Bedingungen und Dynamiken in einem bestimmten System. Der dritte Horizont (H3) beschreibt sich abzeichnende zukünftige Entwicklungen oder Visionen. Der zweite Horizont wiederum beschreibt die Aktivitäten und Innovationen, die zu einem Übergang vom ersten zum dritten Horizont führen können. Als Ergebnis der Workshops werden Maßnahmen ermittelt, die einen solchen Übergang befördern.

Für weitere Informationen siehe: Sharpe et al. (2016): Three horizons: A pathways practice for transformation. Ökologie & Gesellschaft 21: 47.